Hase in Feld

Frohe Ostern!

Der Hase, wie allgemein bekannt, ist ja mit dem (L)eguan verwandt (Wenn auch über ein paar Ecken: Die Trennung von Säugetieren und Reptilien fand vermutlich vor mehr als 300 Millionen Jahren im Oberkarbon-Zeitalter statt.). Nicht nur sind sie sich optisch äußerst ähnlich (haben sie doch beide vier Gliedmaßen, zwei Augen und einen Mund), auch sind sie quasi Brüder im Geiste, geeint durch eine gemeinsame, herausragende Eigenschaft: die Fähigkeit zum Tunnelbau. Flink wie Meister Lampe graben auch wir eguanas fleißig Löcher in die Erde, mit dem Ziel, A und B miteinander zu verbinden.

Brav haben wir letzten Donnerstag unseren Spinat aufgegessen (den verhassten grünen Feind vernichtet, sozusagen) und uns das gute Wetter zum heutigen, schönsten Tag des Jahres redlich verdient. Denn nicht nur den Tunnelbau, auch die Liebe zu kernweichen, perfekten Ostereiern teilen wir mit unserem Ur-ur-ur-ur-ur-Cousin-elften-Grades-großmütterlicherseits – und das Finden derselben liegt uns im Blut, haben wir doch das Finden von Lösungen zu unserem täglich (Eiaufstrich-)Brot gemacht.

Ostern rund um den Globus

Der Begriff Ostern stammt von dem altgermanischen Wort ‚Austro‘ und bedeutet Morgenröte – denn egal ob christlich, jüdisch oder heidnisch, Ostern ist das Fest der Auferstehung und des Neuanfangs. Ostern wird auf der ganzen Welt gefeiert – zum Teil mit recht skurrilen Bräuchen:

In Finnland steht das Fest ganz im Zeichen der Kriminalität: Im Fernsehen spielt es Krimis, neue Kriminalromane werden zeitgerecht publiziert, und sogar Milchkartons sind mit kurzen Detektivgeschichten bedruckt.
In Tschechien werden Frauen am Ostermontag mit Weidenzweigen „ausgepeitscht“, was der Gesundheit und Schönheit förderlich sein soll.
In Kolumbien wiederum landen am Ostersonntag – obwohl die Jagd auf diese Tiere illegal ist – traditionell Schildkröteneier-Omeletts, Kaiman-Eintopf und (schluck) Leguan-Suppe auf den Tischen. Ei der daus! Wir urlauben zu Ostern lieber wo anders!

Damit wir uns auch weiterhin mit voller Kraft und Elan unseren Aufgaben widmen können, wenden wir uns nun unserem Osterfrühstück zu, bestehend aus sieben Eiern, einem Osterschinken und einem Stück Striezel zur Nachspeise, und verabschieden uns mit den Worten des großen Philosophen Bart Simpson:

«Wir danken dir besessen, für dieses tolle Fressen!»

 

Und damit wir nicht ganz so unkultiviert wirken, gibt es noch einen kleinen Nachsatz von Wilhelm Busch:

«Das weiß ein jeder, wers auch sei,
gesund und stärkend ist das Ei.»

 

Mahlzeit und frohe Ostern!

bunte Ostereier Bildcredit: suju auf Pixabay

Anna Riedler

Als der Orientierungssinn vergeben wurde, hatte sich Anna gerade verlaufen. Umso besser, dass ihre Arbeit mit Baustellen nur peripher zu tun hat – sie würde vermutlich nie wieder zurück ins Büro finden. Stattdessen schreibt die studierte Journalistin fleißig Texte für unsere Homepage, unseren Blog, und literaturnobelpreisverdächtige Kurzbeschreibungen.