Leguane

SCALES – Gekommen, um zu bleiben

Der Sommer geht langsam aber sicher seinem Ende zu. Wir sind natürlich immer brav im schattigen Büro geblieben, damit sich unser Leguan keine roten Schuppen holt. Dabei haben wir gleich ein paar Verbesserungen und Ergänzungen an SCALES vorgenommen – aber beginnen wir doch am Anfang:

Eine ganze Baustelle auf einen Blick mit einem Klick – ohne zu prahlen, aber das können nur wir. Okay, ein bisschen schwillt uns doch die Brust vor Stolz doch an, wenn wir an SCALES denken, aber welchem Elternteil geht es bei seinem Kind nicht so? Denn genau das ist SCALES für uns: unser Kind. Und klar, manchmal würden wir unserem Sprössling gerne einmal Hausarrest verschreiben und könnten uns die Haare raufen, aber alles in allem kann sich der Werdegang unseres digitalen Wunderkindes durchaus sehen lassen.

Verwirrter Bauleiter? SCALES schafft Abhilfe. Credit: Anna Riedler

Am Anfang war die Idee
Am Anfang war das Chaos

Na gut, Chaos ist vielleicht ein wenig hart formuliert – aber Ausgangspunkt für eguana war der Gedanke „Das muss doch einfacher gehen!“

Bauleiter, die sich mühevoll durch Excel-Sheets quälen und die Daten einzelner Insellösungen manuell aufbereiten und auswerten müssen? Ordnerweise Ausdrucke mit y-t-Diagrammen, die für stundenlange Baubesprechungen sorgen? Aus Sicht unserer eguana-Gründer nicht zufriedenstellend und auch nicht zeitgemäß.

Das konnten sie so nicht weiter stehen lassen – „Wir haben damals erkannt, dass es einerseits den Druck durch BIM gibt, digitale Tools in der Baubranche zu verwenden. Andererseits haben auch viele Bauleiter hohen Leidensdruck, da die Verwendung von Excel-Listen unpraktisch und fehleranfällig ist.“, so Gründervater Florian Rathenböck.

Was also tun?

Keep it simple! Unserem Motto entsprechend ging es bei eguana von Anfang an darum, ein Werkzeug zu entwickeln, das unseren Kunden den Arbeitsalltag vereinfacht.

Deshalb haben wir in Form von eguana SCALES eine einzigartige Plattform erarbeitet, die Daten jeder Art für Benutzer grafisch aufbereitet und in beliebiger Form darstellt. Und zwar ALLE Daten, unabhängig von Maschinentyp und Hersteller.

„Wir hatten dann das Glück, dass wir Anfang 2016 mit den Baustellen Feuerbach und Alzkanalabstellung erste Kunden und Partner gewinnen konnten – Marti Geotechnik und Züblin Spezialtiefbau, die das Potential erkannt haben und mit uns vorangeschritten sind“, lässt Florian die Entstehungsgeschichte Revue passieren.

Hurra, es ist ein – Datenmanagement-System!

SCALES - Babydino. Credit: Anna RiedlerMittlerweile hat SCALES die Geburt erfolgreich hinter sich gebracht und lässt seit 2016 digitales Baudatenmanagement ganz einfach wirken. Das Programm sammelt alle Herstellungsdaten eines Bauprojektes an einem zentralen Ort und ermöglicht einfache Verarbeitung, Auswertung und Analyse. Dank der zentralen Datenbank ist SCALES die „Single-Source-Of-Truth“ für Bauprojekte; Stakeholder können die Daten jederzeit von jedem Ort der Welt einsehen und verwenden.

„Nichts in der Geschichte des Lebens ist beständiger als der Wandel“
Charles Darwin

Obwohl das durchaus schon ein Schulterklopfen wert ist (nicht ohne Grund haben wir 2018 mit SCALES den Mercur-Innovationspreis in der Kategorie „Informations- und Kommunikationstechnologie/Technik“ gewonnen), ruhen wir uns nicht auf unseren Lorbeeren aus, sondern arbeiten daran, unser Datenmanagementsystem noch weiter zu optimieren.

„Durch unsere Bauingenieure und durch Philipp haben wir im Team Personen, die Verbesserungspotential auf Baustellen kennen und wissen, welche Funktionen wirklichen Mehrwert schaffen. Aber auch viele unserer Kunden sind sehr motiviert, das System zu verbessern, und liefern wertvolle Ideen. Dazu kommen dann noch kundenspezifische Änderungswünsche, die entweder aus persönlichem Interesse oder baustellenspezifischen Anforderungen entstehen“, betont Florian, der als Leiter unseres Entwicklungsteams daran arbeitet, die Software immer noch ein Stückchen besser, schneller und umfassender zu machen. „Das funktioniert nicht immer reibungslos, doch auch aus den Misserfolgen lernen wir. Wir gewinnen jeden Tag Erkenntnisse, weil Dinge nicht so funktionieren, wie wir es erwarten.“

Was bringt 2019? Ein Ausblick

Zurzeit arbeiten unsere Entwickler Meder, Bernhard, Cesare und Florian an der Verbesserung der Datenbank, weil die Performance für unsere Kunden oberste Priorität hat. „Durch sauberes, geschicktes Datenbankdesign können wir z.B. bei Visualisierungen die Ladezeiten auf ein Fünftel reduzieren“, erklärt Florian. „Wir haben heuer auch den Schwerpunkt auf KPIs (Key Performance Indicators) gelegt und eine Menge von Leistungskennzahlen für die Bohr- und Injektionstechnik implementiert. Diese können jederzeit über das Dashboard abgefragt werden. Das ist ein Tool, welches wir schon lange angehen wollten, aber aus Zeitmangel erst 2019 geschafft haben. Das Feedback von den Baustellen dazu ist auch ausgesprochen positiv. Ich glaube, so viel Lob haben wir noch für keine andere Funktionalität erhalten.“

Heuer steht noch eine Verbesserung der Visualisierung am Plan, außerdem beschäftigen wir uns bis Jahresende noch intensiv mit einer Bauzeitprognose. Die visuelle Darstellung der gesamten Baustelle inklusive Baufortschritt sowie abgearbeiteter und geplanter Punkte ist das meistverwendete Tool in SCALES, besonders, wenn es um die Kommunikation zwischen Bauleitung und ausführendem Personal oder zwischen Bauleitung und Bauaufsicht geht.

SCALES hat seine Kindheit und die anstrengendsten Teenagerjahre erfolgreich hinter sich gebracht und ist in seiner jetzigen Form ein leistungsstarkes cutting-edge System, das die Anforderungen der täglichen Arbeit umfangreich abdeckt. Nichtsdestotrotz geht die Entwicklung weiter, Stichwort Lebenslanges Lernen. „Es gibt natürlich immer neue Funktionen und Verbesserungen zu entwickeln“, weiß auch Florian. „Was die automatische Analyse der Daten, Verwendung für Prognosen und Mustererkennung betrifft, sind wir noch ganz am Anfang. Hier gibt es sicher noch einen sehr langen Weg, und wir freuen uns auf neue, spannende Herausforderungen.“

Well done!

Da möchten wir die Gelegenheit nutzen, unseren fleißigen Entwicklern virtuell auf die Schulter zu klopfen und ihnen zu den vielen schlauen Ideen und aufwendigen Programmierungen der letzten Monate gratulieren.

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Unser Gewinn: ein eguana-Häferl!
Credit Titelbild: momentmal auf pixabay
*Einsendeschluss: 10.9.2019
Anna Riedler

Als der Orientierungssinn vergeben wurde, hatte sich Anna gerade verlaufen. Umso besser, dass ihre Arbeit mit Baustellen nur peripher zu tun hat – sie würde vermutlich nie wieder zurück ins Büro finden. Stattdessen schreibt die studierte Journalistin fleißig Texte für unsere Homepage, unseren Blog, und literaturnobelpreisverdächtige Kurzbeschreibungen.